Aufschieberitis besiegen

 

Bis zu einem gewissen Grad hat wahrscheinlich jeder schon einmal das Problem mit der Prokrastination, auch „Aufschieberitis“ genannt, gehabt. Das Aufschieben hemmt viele Menschen in ihrem Vorankommen und kann daher zu einem echten Problem werden, vor allem wenn es die Alltagsbewältigung verhindert. Die Gründe fürs Aufschieben können sehr vielseitig sein, Angst vor dem Versagen, generelle Überforderung, unangenehme Aufgaben oder man lässt sich leicht ablenken. Doch egal wieso wir aufschieben, was passiert ist, dass Aktionen verzögert werden und dadurch Erfolg verhindert wird. Das Aufschieben wichtiger, schwieriger, langweiliger oder unangenehmer Dinge kann man aber überwinden lernen. Es ist nicht immer ein leichter Weg, sondern erfordert auch immer wieder Überwindung und Mut.

 

 

 

Wir möchten dir hier ein paar Methoden vorstellen wie du deine Aufschieberitis besiegen kannst, im besten Fall bevor sie überhaupt beginnt.

 

Ist es eine unangenehme Aufgabe?

 

Fang mit der Aufgabe an, die für dich am unangenehmsten ist. Zu Beginn des Tages bist du normalerweise leistungsfähiger als gegen Ende des Tages. Eine Aufgabe gleich zu Beginn des Tages erledigt zu haben, verleiht dir außerdem zusätzliche Motivation und ein gutes Gefühl.

 

Dabei kann es sich um eine ganz simple Aufgabe handeln, die in fünf Minuten erledigt wäre. Nichtsdestotrotz schiebt man sie vor sich her. Typisches Beispiel: ein unangenehmes Telefonat, ein heikles Gespräch - aus welchen Gründen auch immer.

 

 

 

Ist die Aufgabe unbefristet?

 

Dann setze dir selbst Fristen für unbefristete Aufgaben.

 

Wenn für eine Aufgabe kein Erledigungstermin vorgegeben ist, also wenn sie nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt erledigt sein muss, schreit sie direkt nach Aufschieben. Setzen sie sich daher selbst eine Frist und halten sie diese schriftlich fest. Am besten funktioniert dies wenn du die Deadline gemeinsam mit einem Arbeitskollegen, Freund, Partner, etc. vereinbarst.


 

 

Ist die Aufgabe zu schwer?

 

Du bist damit überfordert und weißt eigentlich nicht, wie du diesen Brocken am besten angehen sollst, dann schaff dir ein Unterstützungssystem. Suche Rat bei Personen die dir dabei helfen können und lass dich von Kollegen, Vorgesetzten oder Freunden so gut wie möglich unterstützen.

 

 

 

Ist die Aufgabe langweilig?

 

Baue langweilige Aufgaben immer wieder zwischen interessanten Aufgaben ein. Am besten im Wechsel. Bevor du eine interessante und gern getane Aufgabe angehst, erledigst du einen Teil einer langweiligen. So arbeitest du deine langweiligen Aufgaben und fast unbemerkt Schritt für Schritt ab.

 

 

 

Ist die Aufgabe mit Angst besetzt?

 

Dabei kann es sich um Entscheidungsangst, Versagensangst oder eine anders gelagerte Befürchtung handeln. Auf alle Fälle ist die Angst ein Bremser und hindert dich daran, die Aufgabe zu erledigen und abzuschließen. Aber ist die Aufgabe wirklich so schlimm? Bekämpfen deine irrationalen Einstellungen, denke vernünftiger und lege dir realitätsgerechtere Auffassungen zu. Finde positive Aspekte die das Erledigen dieser Aufgabe mit sich bringen (z.B.: Stolz auf sich sein, damit abschließen können, keine Sorgen mehr machen, motiviert und erleichtert sein,…).

 

 

 

Vorgehen:

 

1.    Mache eine Liste mit den Dingen die du aufschiebst.

 

2.    Finde heraus wieso du diese Dinge aufschiebst.

 

3.    Wähle die richtige Bewältigungsstrategie.

 

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